Trainingslager-Tagebuch

Vom 7. bis zum 16. Januar ist der KFC Uerdingen im Winter-Trainingslager im türkischen Belek. Dort stehen zahlreiche intensive Trainingseinheiten und Testspiele an. Hier gibt es einen fortlaufenden Überblick über die einzelnen Trainingstage.

Tag 9: Abschied
Am letzten vollen Tag im türkischen Belek zeigt das Wetter sich noch einmal von seiner fiesesten Sorte - es regnet und stürmt fast ohne Unterlass. Doch weil Fußballspieler nicht aus Zucker sind, geht es wie gewohnt um 10 Uhr auf den Rasen zum Training. Zumindest für diejenigen, die gestern nicht gegen Zürich gespielt haben - aller anderen absolvieren ein Regenerationstraining, wahlweise im Kraftraum oder im Schwimmbad. Doch da das Wetter wirklich fies ist, fällt die erste Einheit des Tages kurz aus. Beim zweiten Training um 15.30 Uhr ist es zwar trocken, dafür stürmt es heftig. Da werden ganz neue Trickschüsse möglich, doch Training auf höchstem Niveau ist bei solchen Bedingungen natürlich nicht möglich. Und so geht der letzte Tag im Trainingslager seinem Ende entgegen, das - bis auf das durchwachsene Wetter - wirklich in allen Punkten absolut perfekt war. Abends sitzt die Mannschaft noch für das ein oder andere Getränk zusammen, eine wilde Party bleibt aus. Am nächsten Tag dürfen alle ausschlafen, dann fährt der Bus um 15 Uhr Ortszeit vom Hotel Richtung Flughafen. Die Maschine landet um kurz nach 20 Uhr in Düsseldorf.

Tag 8: Testspiel gegen Zürich
Das Wetter in Belek ist heute durchwachsen und der Tag gleicht in etwa dem gestrigen. Während die Spieler, die heute nicht auf dem Platz stehen, wieder im Kraftraum sind, trainiert die zweite Hälfte auf dem Rasen den Torabschluss - passend zum am Nachmittag anstehenden Testspiel gegen den FC Zürich. Das Spiel findet diesmal "auswärts" statt - die Fahrt mit dem Bus dauert eine gute halbe Stunde und führt vorbei an dem Hotel, in dem der KFC im vergangenen Jahr im Winter-Trainingslager abgestiegen ist. Die Anlage ist einfach aber gepflegt, vor Ort gibt es heißen Tee und Kaffee, von dem vor allem die Spieler Gebrauch machen, die heute nicht zum Einsatz kommen. Beim Testspiel selbst (hier geht es zum vollständigen Spielbericht) präsentiert der KFC sich vor allem in der ersten Halbzeit bärenstark und verliert am Ende eher unglücklich mit 3:1. Positiv ist, dass kein Spieler sich verletzt und weiterhin - bis auf Khalil Mohammad - alle fit sind. Morgen stehen noch zwei Trainingseinheiten auf dem Programm, bevor es am Mittwoch schon langsam wieder Richtung Heimat geht.

Tag 7: Nächstes Testspiel
Nach einer wirklich extrem nassen Nacht mit einem Gewitter, das bis in die Morgenstunden gedauert hat, spielt das Wetter dem KFC am morgen wieder absolut in die Karten. Es ist trocken, ab und zu kommt sogar die Sonne raus, und auch die Temperaturen sind deutlich wärmer als in den vergangenen Tagen. Zwar stehen einige Wege noch unter Wasser und sind kaum passierbar, dem Platz aber hat das überhaupt nicht geschadet. Er ist weiterhin in einem tadellosen Zustand. In der ersten Trainingseinheit, die wegen des Testspiels am Nachmittag ein wenig kürzer ausfällt als sonst, steht diesmal der Torabschluss im Mittelpunkt. Geschossen wird aus allen Richtungen und Distanzen was das Zeug hält. Nach der Mittagspause geht es in zwei Gruppen weiter. Diejenigen, die nachher nicht auf dem Rasen stehen, absolvieren eine Einheit im Kraftraum, die anderen begeben sich zum Platz um sich dort schon einmal warm zu machen. Das anschließende Spiel gegen Donarea (hier geht es zum vollständigen Spielbericht) endet nicht ganz unverdient mit 1:1. Morgen wird dann wieder um 10 Uhr trainiert, am Nachmittag steht um 16 Uhr das dritte und letzte Testspiel an - Gegner ist diesmal der FC Zürich. 

Tag 6: Kurze Auszeit
Beim Blick aus dem Fenster dürfte an diesem Tag jeder Spieler froh sein, dass nur einmal trainiert wird: Es ist grau in grau, der Regen fließt in Strömen und immer wieder blitzt und donnert es. Pünktlich um 10 Uhr finden sich alle Spieler auf dem Rasenplatz ein, der nur etwa zehn Gehminuten vom Hotel entfernt liegt - auch diejenigen, die gestern beim zweiten Training eine Pause einlegen mussten, sind wieder mit dabei. Bis auf Khalil Mohammad, der im Fitnessstudio trainiert und hofft, dass sein Oberschenkel schnell wieder besser wird. In der ersten und einzigen Einheit des Tages setzt Trainer Stefan Krämer wieder voll aufs Passspiel, den finalen Pass in den Sechzehner und den Abschluss. Trotz der anstrengenden vergangenen Tage, die den Spielern definitiv in den Beinen stecken und die jeder von ihnen spürt, stimmt die Qualität des Trainings, Krämer ist zufrieden. Zum Abschluss des Tages gibt es ein elf gegen elf auf kleinem Feld, dann das obligatorische gemeinsame Mittagessen bevor sich am Nachmittag jeder die Zeit so einteilen kann, wie er möchte. Morgen steht dann am Nachmittag um 15 Uhr das nächste Testspiel an - per Facebook halten wir euch dazu auf dem Laufenden.

Tag 5: Kleine Blessuren
Das Training geht heute weiter wie es begonnen hat: intensiv und fordernd. Nach dem Aufwärmen stehen in der ersten Einheit des Tages wieder Pressing und Spielverlagerungen auf engem Raum auf dem Plan. Bis auf Mohammad sind alle Spieler fit - wenngleich sicher nicht mehr so frisch wie am ersten Tag. Und es wird noch härter: Im zwei gegen zwei wird zum Abschluss der harte Zweikampf trainiert, hier kann sich keiner zurücknehmen, die Spieler gehen bis an ihre Belastungsgrenzen. Das ist auch ein Grund, warum Daube und Erb beim zweiten Training am Nachmittag nicht dabei sind. Nach ihren langen Pausen sollen sie sich noch ein bisschen schonen - zu groß ist die Verletzungsgefahr, wenn sie zu schnell von 0 auf 100 gehen. Auch Kevin Großkreutz setzt das Training am Nachmittag aus, er hat leichte Probleme am Oberschenkel. Die zweite Einheit an diesem Tag beginnt ruhig und steigert sich immer weiter. Passspiel auf engem Raum, neun gegen neun und ein Abschlussspiel auf kleinem Feld verlangen den Spielern alles ab. Beim Training bekommt Maurice Litka einen Schlag auf den Fuß und wird sicherheitshalber rausgenommen - es sieht aber nicht so aus, als wäre es was ernstes. Auch wenn man meinen könnte, die Spieler seien nach diesem Tag stehend K.O., einige trainieren noch weiter, üben Freistöße oder gehen nach der Einheit noch mit Athletiktrainer Fabian Illner in den Kraftraum. Vielleicht auch, weil sie wissen, dass sie morgen einmal durchatmen können, dann steht nämlich nur am Vormittag eine Trainingseinheit an, der Nachmittag ist frei.

Tag 4: Bindfäden
Heute begrüßen die Mannschaft weder Sonne noch blauer Himmel zum Frühstück, stattdessen ist es grau in grau und regnet Bindfäden. Zum Glück für die Spieler ist die erste Trainingseinheit drinnen - dort geht es in zwei Gruppen nacheinander in den Kraftraum, wo Athletiktrainer Fabian Illner den Jungs ein Programm zusammengestellt hat. Auch Khalil Mohammad ist dabei, sitzt aber individuell auf dem Rad und testet seinen Oberschenkel. Sollte es eine Zerrung sein, ist er in zwei bis drei Tagen wieder einsatzfähig. Ob es aber vielleicht doch ein Faserriss ist, werden die nächsten Tage zeigen. Wie auch an den Tagen zuvor gibt es pünktlich um 12.30 Uhr Mittagessen am riesigen Buffet. Am Nachmittag geht es dann auf den Platz, der Regen hat leider noch nicht aufgehört. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm werden unterschiedliche Spielzüge mit Flanken von außen geübt bevor es zum Abschluss ein intensives elf gegen elf auf kleinem Platz gibt. Vor dem Abendessen verschwinden einige Spieler dann noch in die Sauna, die müden Muskeln etwas ausruhen. Denn die letzten beiden Tage sind hart, anstrengend und intensiv gewesen. Aber genau so soll ein Trainingslager schließlich auch sein. 

Tag 3: Perfekte Bedingungen
Schon am dritten Tag kehrt langsam Alltag ein im Trainingslager - und das ist auch gut so, denn so kann die Mannschaft sich voll auf das Training konzentrieren. Wie geplant gibt es nach dem Frühstück um 10 Uhr Ortszeit die erste Einheit. Auf dem Plan stehen Passspiel und Pressing auf engem Raum in der ersten Hälfte und ein elf gegen elf in der zweiten Hälfte des Trainings. Die Intensität ist gut, Coach Stefan Krämer mit der Leistung der Mannschaft absolut zufrieden. Einziger Wemutstropfen: Im Spiel verletzt sich Khalil Mohammad am linken Oberschenken und muss abbrechen, der erste Verdacht lautet Muskelzerrung. Ob es vielleicht doch mehr ist, werden die kommenden Tage zeigen. Während es in der Früh im Schatten noch recht kühl war, zeigt die Sonne zur zweiten Trainingseinheit am Nachmittag ihr volles Potenzial, bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel können Handschuhe und Mützen weggepackt werden. Wieder steht eine intensive Einheit an. Zunächst ein kurzes Aufwärmen mit Gymnastik, dann Ausdauersprints und zum Abschluss ein elf gegen elf auf kleinem Feld um die Passgenauigkeit zu trainieren. Nach dem Training gibt es bis zum anschließenden Abendessen diesmal eine längere Pause, die die Spieler sich auch absolut verdient haben. Für morgen ist erstmals Regen angekündigt, daher geht es für die erste Einheit zunächst in den Kraftraum. Die zweite findet dann aber in jedem Fall auf dem Platz statt - auch wenn es nass wird.  

Tag 2: Auftakt nach Maß
Es ist der erste volle Tag im Trainingslager in Belek und er beginnt mit einem wegen der Zeitverschiebung gefühlt frühen Frühstück - wegen des ersten Trainings um 10 Uhr heißt es spätestens um 9 Uhr: Teller wegstellen. Beim Training selbst legt Trainer Stefan Krämer den Fokus wie geplant auf Standardsituationen, aber auch auf die Defensive. Und das nicht ohne Grund, schließlich steht am Nachmittag das Testspiel gegen den türkischen Erstligisten Antalyaspor an. Krämer rechnet hier mit einem harten Stück Arbeit. Nach einer guten Stunde ist die erste Trainingseinheit vorbei, es gibt Mittagessen und eine kleine Pause. Pünktlich um 15.10 Uhr fährt die Mannschaft dann mit dem Bus etwa zehn Minuten bis zu einer benachbarten Anlage. Auch hier: perfekte Fußballbedingungen, auch wenn der Wind etwas kalt ist. Mit ein paar Minuten Verspätung beginnt die Partie um 16.10 Uhr (hier geht es zum vollständigen Spielbericht) - und endet für den KFC verdient siegreich mit 2:1. Auch wenn sie jetzt verdient die Beine hochlegen könnten, tun viele Spieler das nicht. Freiwillig geht es noch eine Runde mit Athletiktrainer Fabian Illner in das großzügige Fitnessstudio im Hotel, dort werden vor allem Übungen für den Oberkörper gemacht. Nach dem gemeinsamen Abendessen um 20 Uhr heißt es dann: ausspannen und neue Kräfte tanken. Denn morgen stehen zwei harte Trainingseinheiten auf dem Programm. 

Tag 1: Der frühe Vogel
Pünktlich um 5.45 Uhr traf sich die Mannschaft des KFC an diesem Morgen am Düsseldorfer Flughafen - von Vorteil waren hier eindeutig diejenigen, die gerne früh aufstehen. Belohnt wurde das mit einem absolut reibungslosen Ablauf: Das Flugzeug war auf die Minute pünktlich, vor dem Terminal in Antalya wartete bereits der Bus, der die Mannschaft - inzwischen um den ein oder anderen kurzen Schlaf reicher - direkt zum Hotel brachte. Dort gab es um 14.30 Uhr Ortszeit (zwei Stunden Zeitverschiebung) erst einmal eine kleine Stärkung am wirklich sehenswerten Buffet, das keine Wünsche offenließ. Nachdem Mannschaftsbetreuer Bossi mit Hilfe einiger Spieler in der Zwischenzeit die Trainingskleidung ausgepackt und bereitgelegt hatte, gab es am späten Nachmittag das erste, leichte Training auf der top gepflegten Anlage. In einem viel besseren Zustand kann ein Rasen einfach nicht sein - und das Ganze bei angenehmen und zumindest zunächst trockenen 10 Grad. Eine gute Stunde ließ Trainer Stefan Krämer seine Jungs auflaufen, auch Mario Erb und Dennis Daube konnten wie geplant wieder voll mittrainieren. Ohne Blessuren und Zwischenfälle ging es danach zum gemeinsamen Abendessen und damit dem Ende des ersten Trainingstags entgegen. Morgen gibt es am Vormittag eine Trainingseinheit auf dem Rasen, am Nachmittag steht dann das Testspiel gegen Antalyaspor an.

Veröffentlicht: 15.01.2019

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